Wir haben Interviews geführt, um verschiedenen Perspektiven auf den Anschlag am 22. Juli 2011 darzustellen. Die Ereignisse haben nicht nur die Teilnehmer*innen des Sommerzeltlagers auf Utøya getroffen, sondern auch die späteren Generationen in der AUF und uns als befreundete Jugendverbände. Hier kommen Genoss*inne zu Wort, die all einen unterschiedlichen Bezug zum Anschlag haben. Janin ist Überlebende des Anschlags und spricht über ihre Erfahrungen und politischen Ziele. Jana Herrmann war zu dem Zeitpunkt des Anschlages schon bei der SJD-Die Falken aktiv und kannte die AUF als Schwesterorganisation. Julia  ist erst viele Jahre nach dem Anschlag zur AUF dazugekommen und weiß, was es für eine Organisation bedeutet, nach dem Anschlag weiterzumachen und sich offen gegen rechten Terror zu positionieren. Anna Bruckner war zu dem Zeitpunkt des Anschlags verantwortliche Person für ein internationales sozialistisches Festival in Österreich, das parallel stattgefunden hat und kann berichten, wie sie im Organisationsteam mit der Information umgegangen sind. 

Interview mit Janin 

Interviewende: Sarah Marino

“Ich bin 1996 in Berlin geboren worden und mit 2 Jahren mit meiner Familie nach Norwegen gezogen, da mein Vater von dort kommt und er sich in Deutschland nicht wohl gefühlt hat.

Ich hatte mit Politik ehrlich gesagt gar nicht viel zu tun. Meine beste Freundin war Mitglied der AUF damals und hat mich überredet, mit nach Utøya zu fahren, da es mich bestimmt doch interessieren würde, womit sie auch recht hatte.

Nach meinen Erfahrungen am 22. Juli sind wir zurück nach Berlin gezogen, damit ich Abstand bekam und in Ruhe genesen konnte. Jahrelang wollte ich nichts mehr mit der Politik zu tun haben, weil ich Angst hatte. Die habe ich auch bis heute aber mittlerweile rede ich trotzdem offen über meine Erfahrungen und versuche, so gut es geht, über rechten Terror und die Gefahren, die von den „Nachahmern“ ausgehen, zu informieren, damit es hoffentlich nicht noch mehr unschuldige Opfer geben wird.”

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Interview mit Jana Herrmann

Interviewende: Estefania Casajus

Seit 2008 Falken-Mitglied
2008-2010 Beisitzerin Falken UB Dortmund SJ-Ring
2013-2017 Beisitzerin/stellv. Vorsitzende Falken Bezirk WW
2011-2013 Beisitzerin Falken Bundesvorstand SJ-Ring
2011-2017 stellv. Bundesvorsitzende Falken SJ-Ring
2015-2017 Sprecherin Dortmund Nazifrei
2016-2021 Beisitzerin ZeV Vorstand
2017-2021 Bundesvorsitzende Falken
2017-2021 Beisitzerin SBZ-Vorstand
2017-2021 Beisitzerin KLH Vorstand
Seit 2018 Beisitzerin WBC-Vorstand
2019-2021 Beisitzerin DL21 Vorstand
Seit 2021 FBF NRW Beisitzerin
Seit 2021 Kontrollkommission Bezirk WW

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Interview mit Julia Eikeland

Interviewende: Liz und Marius 

Julia Eikeland ist 21 Jahre alt und kommt aus Norwegen. Sie ist der AUF mit 15 Jahren beigetreten und ist heute im Internationalen Team auf Bundesebene. Ihr ist es wichtig, jeden Tag für eine bessere Welt und gegen rechten Terror zu kämpfen. 

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Interview mit Anna Bruckner

Interviewender: Frederic Gerken 

Anna Bruckner engagierte sich mit 12 Jahren als Interessenvertretung ihrer Mitschüler*innen und später als Fakultätssprecherin. Mit 16 Jahren ist sie der sozialistischen Jugend Österreich beigetreten. Dort engagierte sie sich ehrenamtlich mit Schwerpunkt Neue Rechte, Internationales, Kampagnen, Stadt von unten, zuletzt als IUSY Vice President (International Union of Socialist Youth).

Als Hauptamtliche war sie Projektkoordinatorin für das IUSY Festival am Attersee 2011, das fast zeitgleich zum Anschlag in Utøya und Oslo stattfand. 2013 leitete sie das Projektbüro zum workers youth Festival.

Gelebt, gelernt und gearbeitet hat sie in unter anderem in Brüssel, Schweden, den USA und Paris, wo sie einen Master in historische Urbanistik sowie in Public Planning and Sustainable Development abschloss.

Derzeit arbeitet Anna beim Deutschen Gewerkschaftsbund als politische Referentin in der Abteilung Jugend und Jugendpolitik.

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